Unabhängige Kontrollen & Zertifizierungen

Damit die hohen Qualitätsanforderungen auch erfüllt werden können, werden die regionalen Screening-Einheiten bei der medizinischen und technischen Qualitätssicherung unterstützt und regelmäßig von einem externen Einrichtungen überprüft und rezertifiziert. Dazu gehören die Referenzzentren und die Kooperationsgemeinschaft Mammographie. Die Referenzzentren betreuen unter anderem die am Programm teilnehmenden Ärzte und Fachkräfte und bilden sie fort. Für die Screening-Einheit Hannover ist das Referenzzentrum in Bremen zuständig. Die Kooperationsgemeinschaft zertifiziert regelmäßig jede einzelne Einheit und wertet die Ergebnisse des Programms aus. Nur wenn die Screening-Einheit nachweislich gut gearbeitet hat, bekommt sie ihr Zertifikat und darf weiterarbeiten.

Sicherheit durch Mehrfachbefundung

Zwei Fachärzte analysieren unabhängig voneinander die Aufnahmen Ihrer Brust. Sie sollen dabei möglichst keine Veränderung übersehen, aber auch keinen harmlosen Schatten als verdächtigen Befund werten. Alle Ärzte, die Bilder befunden, müssen unter anderem Jahr für Jahr Aufnahmen von mindestens 5.000 Frauen beurteilen. Bei der Auswertung der Mammographie-Aufnahmen wird im Screening-Programm dieser hohe Sicherheitsstandard verlangt, um die Zuverlässigkeit der Befunde stetig zu erhöhen.

Fachkompetente Zusammenarbeit & Organisation

Im Falle eines Verdachtes werden die Ergebnisse der Untersuchung und das weitere Vorgehen von den beteiligten Ärzten gemeinsam in Konferenzen besprochen und ausgewertet. Die Qualität des Screenings hängt nicht nur von der Qualifikation der Ärzte und der Fachkräfte ab. Entscheidend ist auch eine gut organisierte Zusammenarbeit untereinander. Regelmäßige Teambesprechungen und multidisziplinäre Konferenzen der Screening-Ärzte sowie der Fachkräfte sind daher vorgeschrieben.

Qualitätssicherung nach EU-Richtlinien

Das Programm setzt die hohen Qualitätsanforderungen der europäischen Leitlinien zum Mammographie-Screening um. Detailliert beschrieben werden die Qualitätsanforderungen in den dem Programm zu Grunde liegenden Normentexten. Dies sind: die Krebsfrüherkennungs-Richtlinien (KFU-RL) und die Anlage 9.2 des Bundesmantelvertrags-Ärzte (BMV-Ä)/Bundesmantelvertrag-Ärzte/Ersatzkassen (EKV)